March 2021

Tierkommunikation

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Tierkommunikation

Ich sitze bei unseren Pferden in der Heuraufe.
Ich frage die Pferde in welchen Situationen wir besonders gut harmonieren.
Die Antwort von Franz kommt promt: "Wir harmonisieren besonders gut, wenn du mir essen bringst. Nicht gut harmonisieren wir, wenn du es mir zu langsam bringst."

Fuego: "wir harmonisieren besonders gut, wenn wir zusammen arbeiten. Wir harmonisieren gut wenn wir eine Reitstunde bekommen und gut bei der Reittherapie, wenn wir zusammen Klienten haben. Wir sind gute Kollegen."

Kjesta: "wir harmonisieren besonders gut, wenn wir zusammen leben wenn wir uns Zeit lassen und ruhig sind. Nicht gut harmonisieren wir, wenn du schnell etwas von mir willst."

Maike zu Fuego: "wir harmonieren nicht gut, wenn ich dich von der Koppel oder aus dem Paddock holen will und du einfach stehen bleibst. Ich weiß dann nicht was ich tun soll."

Fuego: "Du sollst nicht einfach so über mich bestimmen. Du kommst in mein Leben und meine Herde und nimmst mich einfach mit. Ich arbeite gerne mit dir, aber ich will nicht einfach funktionieren. Ich möchte gesehen und geliebt werden."

Maike: "Aber du kommst trotzdem nicht einfach mit, selbst wenn ich dich sehe und liebe und wir in guter Verbindung sind"

Fuego: "Ja, weil es Spaß macht. Du regst dich dann immer so lustig auf. Ich weiß, dass ich das nicht ernst nehmen muss und es gefällt mir dich so zu sehen. Es ist süß."

Kjesta: "Ich habe Angst, dass du mir essen weg isst und ich nicht satt werde." (Kjesta kann manchmal sehr heftig reagieren, wenn ihr ein Mensch oder Pferd zu nah kommt, wenn sie isst)
Maike: "Ich habe dir noch nie dein Essen weg gegessen!"
Kjesta: "Wir können dann harmonieren, wenn du gehst, wenn ich esse. Ich finde das nicht gut, wenn du zu nah bist. Ich will nicht, dass du mir zu kuckst. Du musst meine Macke aushalten, dass ist dein Job als Besitzerin."

Am nächsten Tag spreche ich Kjesta noch mal auf ihr Verhalten beim Essen an.
Maike: "Kjesta, du weißt, dass wir an deiner Macke wegen dem Essen arbeiten können. Du musst nicht mit dieser Macke und der Angst zu wenig zu bekommen leben."
Kjesta: "Ja ich weiß, aber das ist gerade nicht mein Thema. Mich beschäftigt gerade viel mehr zu lernen, wie ich eine entspannte Leitstute sein kann. Mich setzt es unter Stress, wenn ein anderes Pferd aus der Herde mit einen Menschen weggeht. Dann kann ich mich nicht entspannen. Ich bin für die Herde verantwortlich und wenn ein Pferd unterwegs ist, kann ich nicht auf es aufpassen. Ich kann nur entspannen, wenn alle da sind und wenn ein Zaun um uns herum ist. Weil dann kann keiner einfach gehen oder in verschiedene Richtungen weggehen. Ich kann jetzt verstehen, warum Menschen Pferde in Boxen stellen. Dann wissen sie immer wo sie sind und müssen keine Angst und Sorgen um sie haben."
Maike: "hast du eine Idee was du brauchst, um eine entspannte Leitstute zu sein?"
Kjesta: …. Vertrauen…. (kommt ganz leise).

Wir sind uns voller Liebe ganz nah